Wie lassen sich Bildungsprozesse erforschen, die zugleich lokal verankert und global geprägt sind? Diese Frage stand im Zentrum des Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB), der vom 30. September bis 2. Oktober 2026 unter dem Motto „Bildung in Zeiten der Glokalisierung“ an der Universität Innsbruck stattfand. Die Private Pädagogische Hochschule Augustinum war zahlreich mit Andrea Mayr, Diana Groß, Fabian Feyertag, Gabriele Hörl, Katharina Maitz, Laura Schiffmann und Martina Kalcher vertreten.
Andrea Mayr und Katharina Maitz präsentierten im gemeinsamen Symposium “Künstliche Intelligenz an pädagogischen Hochschulen: Eine empirische Annäherung aus drei Perspektiven” Ergebnisse zum KI-Nutzungsverhalten, -kompetenzen und Einstellungen von Studienanfänger*innen des Bachelorstudiums Lehramt Primarstufe sowie Ergebnisse zur Nutzung von KI durch Hochschullehrende.
Gabriele Hörl und Laura Schiffmann diskutierten in der Forschungswerkstatt “Should I stay or should I go? Bedingungen und Prozesse, die Dropout in verschiedenen Phasen des Studiums und Berufs(quer)einstiegs vorhersagen (B3)” die methodologischen Zugänge und Synergiepotenziale im Forschungsprojekt. Laura Schiffmann gab zudem in der Posterpräsentation “Gründe für Nicht-Eintritt ins Studium und Nicht-Bewältigung des Einstiegs” genauere Einblicke in ihr Dissertationsprojekt.
Gabriele Hörl präsentierte gemeinsam mit Kolleg*innen aus dem österreichweiten Forschungsnetzwerk Bildung (FONEB) Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung zur Schulleitungssicht auf den Berufseinstieg von Lehrpersonen, an der auch Julia Seyss-Inquart wesentlich mitgearbeitet hat.
Martina Kalcher und Katharina Maitz lieferten im Rahmen eines Einzelvortrages “Bildungsfachkräfte in tertiären Bildungssettings – ein inklusives Qualifizierungsmodell” einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Pädagog*innenbildung und zur nachhaltigen Verankerung inklusiver Expertise im Bildungssystem.
Diana Groß gab Einblicke in ihrer Präsentation “eTwinning als Professionalisierungsmaßnahme im globalen Kontext” in ein professionelles Kompetenzmodell, das Kompetenzen von Pädagog*innen, mit denen internationale Kooperationen durch eTwinning umgesetzt werden kann, beschreibt.
Fabian Feyertag nahm am Symposium “Implementierung von Interventionen in der Primarstufe: Wirksame Förderung in den Bereichen sozial-emotionales Lernen und Lesen?” teil und beleuchtete Implementierungsbedingungen digitaler, differenzierter Leseintervention in der Primarstufe.
Neben anregenden Diskussionen und Arbeitsgruppensitzungen bot der ÖFEB-Kongress vor allem Raum für fachlichen Austausch und Vernetzung innerhalb der österreichischen Forscher*innen-Community – Impulse, die in die weitere Forschungsarbeit an der PPH Augustinum einfließen werden.
ÖFEB Kongress 2026 (Universität Innsbruck)
Bildquelle:
© Florian Müller | Universität Klagenfurt
© Martina Kalcher, Gabriele Hörl | PPH Augustinum
© Elisabeth Herunter | PH Steiermark
Fabian Feyertag