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Erasmus+ in Namibia: Pädagogische Erfahrungen zwischen Farmleben und Waldorfschule

Von 7. Juli bis 13. September 2026 absolvierte Julia Greinix nach Abschluss ihres 6. Semesters im Bachelorstudium Lehramt Primarstufe ein Auslandspraktikum in Namibia. Auf der Farm Krumhuk südlich der Hauptstadt Windhoek lernte sie eine besondere Form des Lernens und Lebens kennen: Neben biologisch-dynamischer Landwirtschaft und Gästehäusern befinden sich dort ein Waldorfkindergarten und eine kleine Waldorfschule, der sogenannte Lernort.

Die Schule wird von elf Kindern besucht und von zwei Lehrerinnen begleitet. Ein besonderes Merkmal des Schulalltags ist die Verbindung von Unterricht und praktischer Arbeit: Nach dem täglichen Morgenkreis helfen die Kinder eine Stunde lang auf der Farm mit, beispielsweise bei der Versorgung der Tiere. Für die Studierende bot das Praktikum damit Einblicke in die Waldorfpädagogik und in ein Lernumfeld, in dem praktische Erfahrungen einen festen Platz im Alltag haben.

Neben den pädagogischen Erfahrungen prägten auch die Begegnungen mit Menschen und die Natur Namibias ihren Aufenthalt. Die Landschaft und die Tierwelt beeindruckten sie ebenso wie die Offenheit der Menschen und die vielen persönlichen Erlebnisse.

„Für mich war diese Reise mehr als nur ein Praktikum.“ Greinix nahm nicht nur neue Erkenntnisse über das Waldorfsystem mit, sondern gewann auch Einblicke in die unterschiedlichen Lebensrealitäten des Landes. Ihr Aufenthalt eröffnete ihr neue Perspektiven auf Bildung, Kultur und die gesellschaftlichen Lebensbedingungen in Namibia. Besonders eindrücklich war für sie die Erkenntnis, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten im Land sein können – ein Spannungsfeld, das sie mit den Worten beschreibt: „für die einen ein Paradies und für die anderen ein täglicher Kampf ums Überleben“.

Naturparadies Krumhuk

Fotos: © Julia Greinix

Julia Greinix, Karin Mandl